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Der japanische Schriftsteller Ozamu Dazai (eigentlich Tsushima Shuji; 1909-1948) wuchs als zehntes von elf Kindern auf. Er studierte französische Literatur an der Universität Tokio. 1933 veröffentlichte er seine erste Kurzgeschichte unter dem Pseudonym Ozamu Dazai. Der Freitod des Schriftstellers Akutagawa Ryunosuke (1927), den er sehr verehrte, prägte ihn wesentlich. Nach zahlreichen gescheiterten Selbstmordversuchen ertränkte Dazai sich im Juni 1948. Trotz seines kurzen Lebens hinterließ er ein umfangreiches Werk; indem er tief in die menschliche Psyche, Emotionen und existenzielle Konflikte eintaucht, durchaus auch mit Witz und Ironie, und gleichzeitig soziale Themen behandelt, ist dieses zeitlos und universell. Sabrina Wägerle, geboren 1987, hat ein deutsch-japanisches Doppelmasterstudium in japanischer Literatur und Geistesgeschichte absolviert. Aus dem Japanischen übersetzte sie u. a. Dazai Osamu und Nosaka Akiyuki. 2025 wurde sie für die Übersetzung von Koda Ayas literarisch-philosophischem Essayband »Bäume« vom Deutschen Übersetzerfonds ausgezeichnet. 2026 ist sie Translator in Residence am »Waseda International House of Literature/The Haruki-Murakami Library« Tokyo. |