Im Allgemeinen Gebet stehen die versammelten Gläubigen vor Gott und bitten ihn um sein allumfassendes Erbarmen. Sie beten für die ganze Welt, besonders die Kranken, Traurigen und Schwachen, und zugleich im Sinne einer ostkirchlichen Gebetsformel "für alle und für alles". Selten wird dabei allerdings die Schöpfung, also die Natur von den kleinsten Pflanzen und Tieren bis hin zum überwältigend großen Kosmos mitbedacht.
Der Liturgiewissenschaftler Liborius Olaf Lumma formuliert Fürbitten, die auch die belebte und unbelebte Natur ins Wort bringen, zugleich das hochaktuelle Anliegen des Friedens sowie die Einheit der christlichen Kirchen einbeziehen und den Blick auch auf die religiöse Vielfalt der Menschheit richten.