Dieses etwas andere Geschichtsbuch handelt von unseren Geschichtsmythen.
Es beginnt schon bei der Ostarrichi-Urkunde von 996, die unsere tausendjährige Geschichte belegen soll, sie galt den Habsburgern als fragwürdiges Dokument. Der Begriff »Ostarrichi« als Reich im Osten fehlte noch lange in offiziellen Quellen, man sprach vom »plaga orientalis«, dem östlichen Land. Und Strengberg, ein Nachbarort des in dieser Schenkung erwähnten Neuhofen, war damals eine slawische Siedlung namens »Ostriki« - steiler Berg.
Zur Taufurkunde wurde das Dokument erst 1946: Man suchte dringend nach österreichischer Identität und einer Gelegenheit, sie zu feiern. Der Ostarrichi-Mythos war geboren.
Es ist ein Streifzug durch die Geschichte unserer Heimat - und unsere Leichtfüßigkeit, wenn es darum geht, Fakten passend zu machen.
Wie viel Wahrheit steckt in Österreichs liebsten Geschichtsmythen? Fritz Dittlbacher schaut genauer hin - pointiert, unterhaltsam und mit typisch österreichischem Augenzwinkern.
Rot-Weiß-Rot vom blutigen Hemd? Österreich seit mehr als 1.000 Jahren? Der Autor hinterfragt vertraute Erzählungen unserer Geschichte. Denn vieles ist nicht völlig falsch. Aber es ist zu dick aufgetragen, freundlich interpretiert oder schlicht unvollständig.
Von Ostarrichi und den Habsburgern bis zur Zweiten Republik, Cordoba und dem EU-Beitritt zeigt Dittlbacher, was hinter unseren "gefühlten Wahrheiten" steckt. Ein ebenso kenntnisreiches wie unterhaltsames Plädoyer dafür, lieb gewonnene Gewissheiten gelegentlich zu überprüfen.
Es ist ein Streifzug durch die Geschichte unserer Heimat - und unsere Leichtfüßigkeit, wenn es darum geht, Fakten passend zu machen.