Multimodale Romane verbinden Text, Bild, Typografie und Materialität zu komplexen Erzählgefügen. Aus der Perspektive des Dokumentarischen untersucht Vanessa Klomfaß, wie in ihnen sprachliche, visuelle und materielle Modi inszeniert werden und in wechselseitige Beglaubigungsverhältnisse eintreten. Dabei verfolgt sie einen interdisziplinären Ansatz, der literatur- und medienwissenschaftliche sowie materialästhetische Zugänge verknüpft. Sie erschließt so die medialen, narrativen und ästhetischen Potenziale dieser bislang wenig beachteten Form der Literatur und zeigt, dass paradoxerweise digitale Produktionsweisen zur Intensivierung einer analogen Ästhetik beitragen.