Im zweiten Band des Werkverzeichnisses von Fritz Köthe (1916-2005) werden zum ersten Mal sämtliche Papierarbeiten gezeigt. Es sind eigenständige Werke, die nur in seltenen Fällen als Studien oder zur Vorbereitung von Ölbildern dienten. Sie entstanden oft parallel zu diesen, haben aber ihren ganz eigenen und unverwechselbaren Charakter. Köthes Markenzeichen sind seine farbintensiven und verführerischen Bilder, die wie Collagen aus Pin-up, Rennwagen und Werbung wirken.
Kaltes Chrom und nackte Haut stehen mit intensiven Blicken und üppigen Lippen nebeneinander. Collagen, die wie aus Zeitschriften herausgerissen scheinen, sind das unverwechselbare Motiv des Künstlers. Fritz Köthes Arbeiten auf Papier funktionieren als eigenständige Werke und gliedern sich nahtlos in seinen Werkkosmos ein. Nah an der amerikanischen Pop-Art und am Fotorealismus versprühen seine Werke den Charme einer anderen Zeit.