Auf den Spuren der ersten Porzellanmeisterin Deutschlands - von Weimar nach Kalifornien
Marguerite Friedlaender ist eine eigenwillige junge Frau mit vielen Talenten, 1919 findet sie ihre wahre Bestimmung: Sie wird Keramikschülerin der ersten Stunde am Bauhaus. 1925 wechselt sie an die Burg Giebichenstein in Halle, leitet die Keramikklasse und zudem die 'Experimentelle Werkstatt' der KPM in Berlin. Es entstehen Ikonen der Neuen Sachlichkeit, u.a. die bis heute berühmten Vasen »Hallesche Form«. 1933 wird sie als Jüdin zur Kündigung gezwungen und geht in die Niederlande, wo sie und ihr Mann Erfolge mit ihrer eigenen Keramikmanufaktur feiern. Doch 1940 muss sie erneut fliehen, diesmal allein in die USA. Noch einmal gelingt ihr der Neuanfang: Mit ihrer Pond Farm Pottery wird sie zur Botschafterin nicht nur einer wegweisenden Ästhetik, sondern auch eines Lebensstils.
Irina Slot erzählt die außergewöhnliche Geschichte aus Friedlaenders Perspektive in eindringlichen Rückblenden auf ihr bewegtes Leben. Ein faszinierender Roman über eine Pionierin der Keramikkunst, deren Werke bis heute stilprägend sind. Beruht auf Briefen und Tagebucheinträgen Marguerite Friedlaenders.
»Jeder Gedanke existiert erst, wenn er in eine Form gefasst ist.« Marguerite Friedlaender
Marguerite Friedlaender war eine Pionierin, Rebellin und Ausnahmekünstlerin: Als begnadete Keramikschülerin der ersten Stunde am Bauhaus in Weimar erwirbt sie den Meisterbrief, wechselt 1925 als erste Leiterin der Keramikklasse an die Burg Giebichenstein in Halle und entwirft für KPM preisgekröntes Geschirr im Bauhaus-Design. 1933 muss sie wegen ihrer jüdischen Herkunft fliehen und geht zunächst in die Niederlande, später dann nach Kalifornien: Hier erfindet sie sich kurzerhand neu - ihre
Summer Schools
auf Pond Farm in der Nähe von San Francisco sind bis heute legendär. Irina Slot begibt sich in ihrem brillant recherchierten Roman auf die Spuren dieser außergewöhnlichen Frau und Künstlerin und lädt ein zu einer faszinierenden Zeitreise von Weimar bis nach Kalifornien.