»Über Stoffe berührten Mutters Hände mich. Ansonsten keine Umarmungen, keine Liebkosungen, sondern nur Zuschneiden, Anheften, Saum Abstecken, bei dem ihr Körper dem meinen nahekam.«
Am Besispiel selbstgenähter Klleidungsstücke erinnert die vielfach ausgezeichnete Autorin Sabine Scholl an das Aufwachsen in prekären Verhältnissen - mit einer Mutter, die keine Liebe geben konnte und sich selbst als Zumutung empfand. Vergeblich versucht die Erzählerin, ihrer Herkunft zu entkommen, und zeichnet wie nebenbei das Psychogramm einer ganzen Generation.
»Sabine Scholl schreibt voller Elan unsere erlebten Geschichten. Jedes Wort ist sich seiner Verantwortung bewusst. Ich bin beeindruckt. Millionen sollen dieses Buch lesen.« - Dinçer Güçyeter
»Sabine Scholl ist eine ungemein feinstoffliche Erzählerin. Ein grandioser Mutter-Tochter-Text.« - Daniela Dröscher
»Dieser Text ist hart gewebt. Er kratzt und schürft und hält warm.« - Barbi Markovic