»Wir glauben, einen Menschen zu kennen, aber das tun wir nicht. Wir machen uns lediglich ein Bild von ihm, und wenn er plötzlich ein Verhalten zeigt, das nicht zu diesem Bild passen will, erschrecken wir.«
Geschehen ist es auf der Alp Falätscha, weit hinten im Safiental. Doch was genau ist dort passiert, in jener Nacht, vor 28 Jahren, als die Leute unten im Turrahus am Tanzfest waren?
Im Tal wissen alle mehr, als sie zu sagen bereit sind. Die Ermittler Calonder und Rauch hinterfragen, wo alle schweigen.
Was ihre Nachforschungen zutage fördern, ist ein Verbrechen, bei dem die Grenzen zwischen Opfer und Täter, zwischen Gut und Böse, verschwimmen. Ein Mord, dessen Konturen sich im Nebel der Zeit aufgelöst haben.